14. April 2017, 17:41 Uhr 74 Leser

26 Autoren, 26 Lebenswelten

BADEN. Der Streiterhof der Familie Märzweiler war Schauplatz einer Dichterlesung, wie man sie in der Kurstadt selten erleben kann. 26 Autoren und Autorinnen lasen 12 Stunden lang aus ihren Texten. Dazwischen musikalische Einlagen - etwa von Werner Totzauer, der - eigentlich schon am Sprung zum Schiurlaub - noch schnell vom Schifahren sang.
Zusammengetrommelt wurden die Künstler von den beiden Autorinnen Daniela Meisel, die auch aus ihrem jüngsten Kinderbuch "Felix Funkenflug" vorlas, und der Spuk-Queen Gabi Hasmann. Das Publikum - jeder Autor brachte natürlich seinen Fanclub mit - durfte in verschiedenste Lebenswelten eintauchen. Etwa in die Biografie von Christine Hubka oder in die von Rudolf Maurer zusammengestellten Texte aus Kriegszeiten. Kriminelles war ebenso dabei - wie etwa von Greta Sparer oder Andreas Gruber - oder Mystisches von Gudrun Büchler - oder Amüsantes von "Pater Mesner", pardon: Peter Meissner. Roswitha Schmit aus Tribuswinkel berührte mit einer Geschichte über die Einschläferung ihres Hundes und las Gedichte. Unter anderen eines für ihre Freundin Susanna Sobernig aus dem Rumänisch-Kurs in Braşov (Kronstadt). Die Freundin war selbst im Publikum. Kurz vor Mitternacht sollte dann Co-Veranstalterin Gabi Hasmann lesen, doch sie gab nach 12 Stunden Zuhören und Büchertisch-Betreuen w.o. und ließ ihren Freund Ernst Gruseliges aus dem Stephansdom vortragen.
"Das Schöne an diesen 12 Stunden ist das Verbindende", resümiert Daniela Meisel. "Da lesen Männer und Frauen, Jüngere und Ältere - und man sieht, wie unterschiedlich die Lebenswelten, die Schreibstile, die Fantasie sind. Und alles hat Platz." Im Herbst soll es wieder eine Marathon-Lesung geben.

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