11. August 2017, 14:43 Uhr 105 Leser

Umfrage: Herkunftskennzeichnung auch bei Fertigprodukten?

Nach dem Fipronil-Verdacht wird die Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln wieder laut.

Die zwei in Oberösterreich aufgetauchten Verdachtsfälle von Eiern mit Fipronil-Belastung beziehen sich ausschließlich auf Importware. In Österreich produzierte Eier sind davon nicht betroffen. Beim Kauf von Frischeiern greifen Konsumenten praktisch ausschließlich auf österreichische Qualität. Doch bei Verarbeitungsprodukten ist oft nicht bekannt, welche Rohstoffe aus welchem Land in den Lebensmitteln stecken. Bei Teigwaren, Mehlspeisen, Keksen sowie in der Gastronomie kommen aufgrund der fehlenden Herkunftskennzeichnung nach wie vor häufig billigere Importeier bzw. Eipulver und Flüssigei aus ausländischer Käfighaltung zum Einsatz.

Der Kunde weiß also oft nicht, woher das Essen auf seinem Teller bzw. dessen Inhaltsstoffe eigentlich kommen. Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker meint dazu: „Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bietet Konsumenten eine verlässliche Basis, um auswählen zu können.“

Österreichische Landwirte decken ca. 84 Prozent des heimischen Bedarfes an Eiern ab. In Österreich erfolgte der Ausstieg aus der Käfighaltung bereits 2009 - die anderen EU-Länder folgten erst 2012. Österreichische Legehennen leben fast ausschließlich in Bodenhaltung, Freilandhaltung oder auf Bio-Betrieben. Im restlichen Europa hingegen ist der ausgestaltete Käfig bei der Legehennenhaltung nach wie vor am weitesten verbreitet. In Ländern außerhalb der EU dominiert die traditionelle Käfighaltung.

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