9. Juli 2016, 06:56 Uhr 53 Leser

NIBELUNGENBRÜCKE IN LINZ BY GAZMEND FREITAG

Es ist eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft. Am einen Ende, dort, wo sie zwischen den Häusern zum offenen Raum des Hauptplatzes hin mündet, stand einst ein Posten der österreichischen Besatzungsmächte. Die Besatzungsmächte, die sich die Brücke teilten, zogen ab, die Brücke aber blieb und deren mächtige Pfeiler. Sie drängen sich dem Betrachter ins Auge genauso wie das Blau des Flusses, das zwischen Hell und Dunkel oszilliert und an einigen Stellen fast in ein schimmerndes Weiß übergeht, welches dem Bild Freundlichkeit gibt. Ebenso hellt das milchige Hellblau des Himmels die von Gazmend Freitag geschaffene Komposition auf. Im Zentrum des Bildes aber steht das Grau-Weiß des Geländers, welches in geschwungener Linie ein Ufer mit dem anderen verbindet. Das helle Grün der Bäume, das sich auf der rechten Seite des Bildes vor dem Grau des Gebäudes abzeichnet empfängt die Brücke. Die gedeckten Grau- und Brauntöne der Gebäude und der Brückenpfeiler zusammen mit dem milchigen Hellblau des Himmels und dem kräftig gehaltenen Blau der Donau verschmelzen im Gemälde von Gazmend Freitag zu einem harmonischen Ganzen. Wie schwebend erhebt sich über dem Geländer das helle Weiß der Laternen, so als würden sie in die Höhe deuten und unterstreichen in ihrer geschwungenen Linie die Dynamik des gleichfalls geschwungenen Brückengeländers. (A.G)

Gazmend Freitag
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