2. Januar 2018, 12:47 Uhr 339 Leser

Schwungvoll ins neue Jahr mit "Classic meets Jazz"

Das diesjährige Neujahrskonzert der Oper Graz war sehr schwungvoll und hatte einige musikalische Leckerbissen im Programm. Noch immer spüre ich den jazzigen Rhythmus in mir und schwinge noch den Melodien vom Konzert nach.

Die neue Chefdirigentin Oksana Lyniv hat uns mit ihrer Liederauswahl in eine interessante, andere Welt der Musik gespielt. Obwohl sie sich im Alltag hauptsächlich mit der Klassik beschäftigt, hat sie für uns ein spannendes Programm mit jazzigen Klängen vorbereitet. Für ihr erstes Neujahrskonzert in Graz wählte Oksana Lyniv schwungvolle und berühmte Melodien aus ihren Lieblingsfilmen. Mit dem Programm hat sie das Publikum nicht nur überrascht, sondern auch mit so mancher Rarität für Begeisterungsstürme gesorgt. Mit einer besonderen Leidenschaft hat Oksana Lyniv das Grazer Philharmonische Orchester dirigiert und auch dieses war von dieser Auswahl der Lieder sichtlich begeistert und erfreut.
Zur gesanglichen Unterstützung holte sich die Dirigentin zwei besondere Stimmen auf die Bühne. Die Gewinnerin der Goldmedaille beim "Maria Callas Grand Prix" Sonja Šarić und Alvin Le-Bass, der auch im Musical Ragtime als Coalhouse Walker Jr. bald in Graz zu sehen ist. Beide haben das diesjährige Neujahrskonzert stimmlich verfeinert und das Publikum mit ihrem Gesang begeistert.
Sonja Šarić sang mit wunderschöner Stimme, Autumn Leaves, Smoke Gets In Your Eyes und Summertime, bei dem das Publikum vor Bewunderung den Atem an gehalten hat, bis der letzte Klang verstummt war.
Auch Alvin Le-Bass zeigt was gesanglich und auch tänzerisch in ihm steckt, so zeigte er mit Feeling Good und ganz besonders mit Mister Bojangles das er für die Bühne geboren ist. Wenn zwei gesangliche Größen wie Sonja Šarić und Alvin Le-Bass auf der Bühne zusammen treffen, muss auch ein gemeinsames Lied präsentiert werden. Mit dem schwungvollen Lied "Blue Skies" aus dem Musical Betsy begeisterten sie als Duett und bei der liebevollen Zugabe von "What a Wonderful World" war der tosende Applaus nicht mehr zu stoppen, bis diese Zugabe wiederholt wurde.
Mit der Liedauswahl von "Ciao, muchacho", Phantasie über "Besame mucho" für Violine und Orchester von Vladimir Zubitsky war das Publikum in der Oper Graz aber sicher am glücklichsten. Das Grazer Philharmonische Orchester spielte voller Leidenschaft, singt dabei sogar spanisch und die Konzertmeisterin "Eszter Kleinman-Stankowsky" begeisterte irrsinnig  mit dem Spiel auf ihrer Violine. Zusammen steigerten sie die Begeisterung der Besucher immer höher und brachten am Ende das gesamte Publikum regelrecht zum toben. Das Toben wollte kein Ende finden, auch nicht nach zwei Zugaben.
Im Anschluss war es nicht mehr möglich ruhig zu sitzen, eine leichte Bewegung war im Körper zu spüren und zwang einem immer wieder zu den jazzigen Klängen zu schwingen.

Ein wunderbares, besonderes und spannendes Neujahrskonzert 2018, ein wahres Hörvergnügen und das ganz ohne Radetzkymarsch...

Applaus, Applaus, Applaus, der wunderbaren Dirigentin Oksana Lyniv, dem fantastischem Grazer Philharmonischem Orchester und den großartigen Solokünstlern.

Ich danke Herrn Werner Kmetitsch für die tollen Fotos.

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