14. Juli 2017, 16:20 Uhr 95 Leser

Schafgarbe: Heilkraut bei Wunden und Regelschmerzen

Die Schafgarbe (Achillea Millefolium) wirkt wundheilend und entzündungshemmend. Als Tee kurbelt die Schafgarbe die Tätigkeit der Nieren an und löst Krämpfe.

Auf unseren Wiesen, Wegen und neben Waldrändern wächst die genügsame Schafgarbe. Sie ist in ganz Europa zu Hause und äußerst widerstandsfähig. Die Schafgarbe stellt keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit: Zu nass sollte es nicht sein, Hitze und Kälte verträgt sie wie kaum eine andere Pflanze in Mitteleuropa. Erntezeit ist Juni bis Oktober. Die gepflückten Schafgarben kann man dann an einem schattigen Platz trocknen lassen.

Schafgarbe: Uraltes Heilmittel

Ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe machen die Pflanze seit Jahrtausenden zu einem hochgeschätzten Hausmittel. Schon im alten Griechenland wird die Pflanze erwähnt und als wundheilend beschrieben. So mancher Held pflegte und heilte seine Wunden mit Schafgarbenwickel. Azulen ist Bestandteil des ätherischen Öls und wirkt desinfizierend und entzündungshemmend.

Tee löst Krämpfe

Der hohe Kaliumgehalt regt die Nierentätigkeit an. Teekuren können hier sehr viel bewirken Außerdem wird Schafgarben-Tee auch bei inneren Blutungen eingesetzt, um diese zu stillen. Am bekanntesten sind die krampflösenden und tonisierenden Eigenschaften der Inhaltsstoffe die bis heute bei Regelschmerzen eingesetzt werden. Die Bitterstoffe der Schafgarbe wirken appetitanregend und verdauungsfördernd.

Rezept: Schafgarben-Tee
2 Teelöffel Schafgarbenkraut mit ¼ l kochendem Wasser übergießen und regelmäßig 2-3 Tassen am tag trinken.

Gewürz für den Kochprofi

Frisch geschnittene Schafgarbe zu einer Käseplatte wird die Aufmerksamkeit der Gäste auf Ihre Kochkünste lenken. Auch als Zugabe zu fettigen Speisen ist Schafgarbe unbedingt anzuraten. Das Aroma der Schafgarbe passt darüber hinaus wunderbar zu Eierspeisen oder schemckt auch einfach aufs Butterbrot gestreut.

Getrocknete Blätter können zu Likören oder zu Kräuterweinen verarbeitet werden. Auch als Rauchtabak wurde die Schafgarbe da und dort eingesetzt. In alten Zeiten hat man aus der Schafgarbe an Stelle des Hopfens sogar Bier gebraut!

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