13. März 2018, 08:24 Uhr 14874 Leser

Großbrand in Villach: Bei Brandgeruch Fensterschließen empfohlen - MIT VIDEOS

Im Exklusiv-Interview: Arnulf Prasch, Sprecher Ktn. Landesfeuerwehrverband

VILLACH. Der Großbrand bei 3M ist unter Kontrolle, die Feuerwehren dämmen die diversen Glutnester mit Löschschaum ein. Internationales 3M-Chef-Team unterwegs nach Villach, um Krisenszenario zu besprechen.

Noch kein Brand Aus

Die Feuerwehren der Region sind seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, zwischenzeitig ist das Feuer bei der Firma 3M unter Kontrolle. Sachverständige haben sich die Lage vor Ort angeschaut. „Brand aus können wir derzeit noch nicht geben“, erklärt Villachs Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Stroitz.„Auch wenn keine Gefährdung durch Rauchgase besteht, empfehlen wir der Bevölkerung die Fenster zu schließen, wenn sie Brandgeruch wahrnehmen.“

Firmenabordnung erwartet

Unterdessen erwartet die 3M-Geschäftsleitung in Villach eine Firmenabordnung, die sich aus Wien, Deutschland und den USA auf den Weg nach Kärnten gemacht hat. Am Standort Villach sind rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die zunächst bis Donnerstag auf bezahlten Urlaub geschickt wurden. „Die Polizei wird im nächsten Schritt feststellen müssen, welche Gebäudeabschnitte zu nutzen sind“, erklärt Michael Hartl, Produktionsleiter und gewerberechtlicher Geschäftsführer. Großbrand in Villach! 3M-Gebäude wurde Raub der Flammen.

Keine giftigen Stoffe gelagert!

Das Gebäude des Polier- und Schleifmittelerzeugungs-Unternehmens 3M in Villach-St. Magdalen stand seit den frühen Morgenstunden in Großbrand. Die Bevölkerung wurde ersucht, die Fenster geschlossen zu halten und die Einsatzstelle großräumig zu umfahren. Sämtliche Feuerwehren des Bezirkes sowie Spezialeinsatztruppen sind vor Ort. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Feuer vom Dachstuhl aus

Das Feuer ging offenbar vom Dachstuhl eines Lagergebäudes aus und griff nach und nach auch auf den gesamten Komplex über. Derzeit sind die umliegenden Straßenzüge noch weiträumig gesperrt. Die Rauchsäule war weithin sichtbar. Giftige Stoffe sollen sich laut Auskunft des Bezirkshauptmannes nicht im Lager befunden haben. Sämtliche Feuerwehren des Bezirkes Villach und Villach-Land wurden in vier Sirenenalarmierungen einberufen, Drehleitern wurden sogar aus Spittal, St. Veit und Klagenfurt angefordert. „Die Feuerwehrleute arbeiteten mit schwerem Atemschutz“, schildert Bürgermeister Günther Albel, der als Krisenstableiter der Stadt vor Ort ist. Das Großfeuer wurde auch aus der Luft bekämpft.
Beim Ausbruch des Brandes befand sich kein Mitarbeiter im Gebäude. Es wurde auch niemand verletzt. Die Feuerwehren konnten ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude erfolgreich verhindern. Gegen 7.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. „Ich bedanke mich herzlich bei allen Einsatzkräften“, sagt Bürgermeister Günther Albel.

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