11. Juni 2018, 11:29 Uhr 177 Leser

Landesjägermeister Josef Pröll zu Gast beim Bezirksjägertag in Mistelbach!

Ladendorf:     Am gestrigen hochsommerlichen Vatertrag haben Mistelbachs Jäger ihren heurigen Bezirksjägertag im Pfarrgarten von Ladendorf abgehalten.

Der Bezirksjägermeister Ing. Gottfried Klinghofer konnte neben zahlreichen Jägerinnen und Jägern auch einige Ehrengäste begrüßen.
So den Landesjägermeister Dipl.-Ing. Josef Pröll, den Landtagsabgeordneten Ing. Manfred Schulz, seitens der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach Fr. Mag. Maria Gruber, den Bürgermeister von Ladendorf Thomas Ludwig, den NÖ Bauernbund Bezirksobmann Hermann Stich, den Bez.JM a.D. Herbert Schmidt, den Bezirksjägermeister Stellvertreter Ing. Christian Oberenzer, den Bezirkshornmeister Josef Lehner, den Vorsitzenden der Jungjäger-Ausbildungs- und Prüfungskommission Josef Kindler, seitens der Bezirksgeschäftsstelle Leopold Washüttl, in Vertretung der Grundeigentümer von der Stiftung Fürst Liechtenstein Dir. Dipl.-Ing. Hans Jörg Damm sowie von der Forst- und Gutsverwaltung Ladendorf Dipl.-Ing. Max-Eduard Huck, die Vertreter des Jagdhundeprüfungsvereines Mistelbach Otto Weichselbaum, KR Johann Heindl, Alfred Ertl und Herbert Ullmann, für den Schützenverein-Mistelbach Oberschützenmeister Josef Kohzina, etliche Hegeringleiter und Jagdleiter, in Vertretung der siebenundzwanzig heurigen Jungjägerinnen und Jungjäger Leonhard Mandl aus Ladendorf, einige Vertreter benachbarter Jagdbezirke sowie Hornmeister Gerhard Hiller mit der Jagdhornbläsergruppe Zayatal.
Die Jägermesse wurde zelebriert von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Prokschi. Feierliche Umrahmung fand diese mit der Jagdhornbläsergruppe Zayatal.
Zu Beginn des offiziellen Teiles des Bezirksjägertages wurde der 23, seit dem letzten Bezirksjägertag, verstorbenen Mistelbacher Waidkameraden sowie dem verstorbenen Generalsekretärs Dr. Peter Lebersorger mit dem Hornsignal „Jagd vorbei“ gedacht.
Bei ihren Festreden wurde mehrmals das sehr gute Verhältnis und die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Jagd, Bauernvertretung, Gemeinde- und Landespolitik sowie Behördenvertreter betont.
Auch die immer steigende Beliebtheit des Nahrungsmittels Wildfleisch sowie die Genuss Region Weinviertel-Wild, deren Obmann Landtagsabgeordneter Ing. Manfred Schulz und dessen Stellvertreter Bezirksjägermeister Ing. Gottfried Klinghofer sind, wurden andiskutiert und hervorgehoben.
Der Bezirksjägermeister ging in seinem Bericht auch auf den Rückgang der Niederwildstrecke ein und ebenso auf den zunehmenden Druck der Prädatoren ein.
Er berichtete weiter über den Jagdhundeprüfungsverein Mistelbach, welcher im Vorjahr 171 Jagdhunde zur Prüfung führte und auch abprüfte. Weiters über die zahlreichen Mistelbacher Jagdhornbläsergruppen und deren Erfolge.
Beim Schützenverein-Mistelbach sind ganzjährig das Training sowie das Ablegen des regelmäßigen freiwilligen Übungsschießens möglich. Zudem finden laufend jagdliche Bewerbe und Veranstaltungen statt.
Kürzlich fanden auch die diesjährigen Jungjägerprüfungen statt. Sowohl die theoretischen als auch die praktischen Kurseinheiten und Prüfungen fanden beim Schützenverein-Mistelbach statt. Siebenundzwanzig Damen und Herren haben die Prüfung zur Erlangung der ersten Jagdkarte bestanden.
Ing. Klinghofer brachte auch nochmals die Homepage des Jagdbezirkes-Mistelbach www.jagdbezirk-mistelbach.at in Erinnerung sowie lud die Anwesenden zur 2. Hubertuswallfahrt, welche am 04. November stattfindet.
Der Landesjägermeister wies in seinem Bericht auch darauf hin, dass eine gegenseitige Anerkennung und Zusammenarbeit wichtig sei und dass hinkünftig die Forst-, Land- und Jagdwirtschaft nur gemeinsam funktionieren kann.
In Niederösterreich üben 35.000 Jägerinnen und Jäger das Handwerk der Jagd aus. Diese Erlangen immer mehr Anerkennung von der nicht jagenden Bevölkerung.
In seinem Bericht ging er auch auf die Niederwildproblematik, auf die Afrikanische Schweinepest, auf den zunehmenden Druck der Prädatoren, auf den Lebensraum Mensch und Wildtriere, auf die Biodiversität, Artenvielfalt und Agrarpolitik ein.
Beim Thema Wolf ist man sich auch einig, dass der Wolf in Österreich anders zu betrachten und zu behandeln ist, als in den unendlichen Weiten Sibiriens!
Er berichtete auch über die anstehende Waffengesetznovelle, wo die Thematik Schalldämpfer als auch Waffenpass für Jäger behandelt werden soll.
Der Landesjägermeister lud auch alle Jägerinnen und Jäger zu mehr Öffentlichkeit- und Aufklärungsarbeit ein. Zudem ersuchte er alle – Weg mit Emotionen und her mit Tatsachen!
Mit der neuen Geschäftsführung, Generalsekretärin Mag. Sylvia Scherhaufer und Leo Obermair MSC weht neuer Wind durchs Land. Der NÖ Landesjagdverband soll auch bis spätestens 2020 von Wien nach Niederösterreich übersiedeln. Der genaue Standort ist noch nicht fixiert, könnte aber im Raum St. Pölten oder Tulln sein.
Auch sollte für alle klar sein, dass Parteipolitik bei der Jagd nichts verloren hat und dass der Berufsstand der Jägerin und des Jäger komplett egal sein muss. Alle, Bauern, Beamte, Angestellte Arbeiter usw. müssen zusammenrücken und zusammen arbeiten um dem Jagdgesetz Rechnung zu tragen und einen gesunden Lebensraum als auch einen gesunden und artenreichen Wildbestand zu entwickeln und zu erhalten!
Mit der Ehrenfanfare durch die Jagdhornbläser wurden in der Folge einige Waidkameraden besonders geehrt und ausgezeichnet:
So wurde Waidkamerad KR Johann Heindl mit dem Ehrenzeichen in Gold sowie WK Josef Kober mit dem Ehrenzeichen in Bronze für besondere Verdienste um das NÖ Jagdwesen ausgezeichnet.
Christian Dorn und Werner Mauser bekamen feierlich die Raubwildnadel übergeben!
Nach dem Mittagessen gab’s im Schlosspark eine interessante Greifvögel- und Jagdhundevorführung und Präsentation. Waidkamerad Ing. Franz Redl berichtete ausführlich über das Jagdhundewesen und erklärte und beschrieb über vierzig anwesende und vorgeführte Jagdhunde.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war das 16. Jagdhornbläserkonzert im Pfarrgarten. Der Bezirkshornmeister Josef Lehner konnte siebzehn Jagdhornbläsergruppen aus dem Bezirks Mistelbach sowie ein Gastgruppe aus Bayern und schlussendlich noch die „Weinviertler Horn Connection“, eine Gruppe junger Musiker mit dem Horn unter der Leitung von Peter Hofmann vorstellen und präsentieren.
Im Festsaal des Pfarrhofes war gleichzeitig die Bezirkstrophäenschau vorbereitet, wo die besten Trophäen besichtigt, beurteilt und diskutiert werden konnten.
Für das leibliche Wohl sorgten die Waidmänner aus Ladendorf, allen voran Hegeringleiter Ing. Rupert Klinghofer sowie Jagdleiter Josef Schwab, mit verschiedenen Wildspezialitäten aus dem eigenen revier.
Spitzenweine zum Verkosten gab’s an der Weinbar.
Der nächste Bezirksjägertag findet in einem Jahr in Laa/Thaya statt.
Waidmannsheil!

Am Foto:   Landesjägermeister Dipl.-Ing. Josef Pröll, Bezirksjägermeister Stellvertreter Ing. Christian Oberenzer, KR Johann Heindl, Bezirksjägermeister Ing. Gottfried Klinghofer, Josef Kober, Landtagsabgeordneter Ing. Manfred Schulz, Bezirkshauptfrau Stellvertreter Mag. Maria Gruber. 

Weitere Fotos gibt's auf www.jagdbezirk-mistelbach.at/vergangene Veranstaltungen.

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